Medizin hilft der Sportartikelindustrie im
Handball
Das Sponsorenwesen gehört zum Profisport wie das “Amen“ zum Gottesdienst.
Egal, welche Sportart man betrachtet – die Professionalisierung ging immer Hand in Hand mit einem wachsenden
Sponsorenwesen. Erst Sponsorengelder ermöglichen die Unabhängigkeit, um Sportler als Profis zu beschäftigen, die
von dieser Tätigkeit (als Profisportler) allein leben können. Es werden bessere Trainingsmethoden und die
Beschäftigung von entsprechendem Personal (Trainer, medizinische Betreuung usw.) möglich. Und all dies sorgt
natürlich folgerichtig für bessere und anschaulichere sportlichen Leistungen, sodass zu Recht von "Profisport" die
Rede ist.
An die Stelle der Gastwirte, die früher von Sportvereinen profitierten, die
Sieg bzw. Niederlage bei ihnen begossen, ist nun schon längst ein professionelles Sponsoring getreten. Verschiedene
Firmen nutzen die sportlichen Leistungen der Profis als Werbefläche. Auch viele Firmen aus dem Bereich der Medizin
und der Pharmaindustrie beteiligen sich in wachsendem Maße daran. So mancher Sportshop gleicht infolgedessen einer
Apotheke. Als Paradebeispiel kann hierfür wohl die Firma Bayer gelten. So hat sich ihre ehemalige Sportabteilung
schon längst zum gestandenen Fußball Erstligisten gemausert – die Rede ist natürlich von Bayer Leverkusen
04.
Jedoch sind die Sponsoren nicht immer eindeutig dem Bereich der Medizin
zuzuordnen. Oftmals handelt es sich auch um Unternehmen, die verschiedene Substitutionen und Ernährungsergänzungen
(z.B. isotonische Getränke) für Sportler herstellen. Solche auf Sport spezialisierten Unternehmen treten jedoch
häufiger als Ausrüster und weniger häufig als Sponsoren auf – auch wenn es da sicherlich die eine oder andere
Ausnahme gibt. Doch inwiefern man von einer Artverwandtschaft zur Medizin sprechen kann, ist in diesem Zusammenhang
natürlich strittig. Denn die Versprechungen der Industrie für Nahrungsergänzung sind vor allem werbender und nicht
wirklich medizinisch belegter Natur.
Auch im professionellen Handball finden sich immer mehr Sponsoren aus dem
Bereich der Medizin. Ihre Logos zieren verschiedenste Bestandteile des Handball Equipment und der
Handballausrüstung. Die prominenten Sportrartikelhersteller dürften bestens mit den jeweils aktuellen Slogans und
Firmenlogos der entsprechenden Unternehmen vertraut sein. Überdies spielt Medizin im Handball ohnehin durchaus eine
Rolle, da in diesem körperbetonten Sport eine gute Versorgung der Athleten unerlässlich ist. Allerdings wirken auch
die relativ strikten Regeln im Handball dem gefährlichen und unfairen Spiel effektiv entgegen.
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